Presse / Fotoalben

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07. Von Bautzen nach Görlitz
 

Naumburger Tageblatt
TOPTHEMEN

  Jüngste Zeitreise ist die spektakulärste
    Drei Tage Görlitz und Bautzen: 27 Teilnehmer - Prominente Führer - Sogar
    ein kleines Puppenspiel

    von Helga Heilig
Zeitreise mit dem Fahrrad

Bautzen/Görlitz. Drei Tage, vollgepackt mit ganz besonderen Erlebnissen, haben die 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer jüngsten Zeitreise mit dem Fahrrad hinter sich gebracht. Erstmals haben sich die Zeitreisenden unter der sach- und fachkundigen Anleitung von Ralph Steinmeyer und Matthias Keilholz von burgenlandrad.de auf eine Tour ins rund 250 Kilometer weite Bautzen und dann weiter nach Görlitz gewagt. "Es war die bislang spektakulärste Tour, bei der wir unglaublich viel erlebt haben", schwärmte Steinmeyer gestern Abend.
Der Freitagabend stand in Görlitz ganz im Zeichen von Egon Olsen alias Peter Stahl, früherer Intendant der Kleinen Bühne Naumburg. Er ließ es sich nicht nehmen, die Gäste aus der Domstadt im Olsen-Outfit zu empfangen und sie durch das deutsch-serbische Volkstheater Bautzen zu führen. Spielerin Annekatrin Weber (vormals Kunze), ehemals Ensemblemitglied der Kleinen Bühne, wartete mit einem szenischen Spiel "Geheimnisse im Puppenfundus" auf. Die Gäste aus Naumburg waren noch am nächsten Tag begeistert von der Bautzener Altstadt, dem Theater, der Unterkunft. Es stimmte einfach alles, sogar das Wetter, so die vorherrschende Meinung der Zeitreisenden.
Am Sonnabend ging es aufs Rad und rund 50 Kilometer über Feld- und Waldwege, auch am Strand entlang zum Quitzdorfer Stausee. Dort sollte eigentlich in einer Gaststätte Riesenschnitzel auf die hungrigen Radler warten, aber daraus wurde nichts. Die Gaststätte hatte geschlossen. In einem nahe gelegenen Hotel erbarmte man sich der radmatten Naumburger und legte umgehend extra eine Speisekarte auf. Nach zwei Stunden ging die Fahrt weiter zum Stausee. Dort hieß es: "Aufstellen zum Gruppenfoto vor Ferienkulisse". Zeit blieb nicht viel, denn auf dem Plan stand noch der Besuch der Kulturinsel. In Görlitz wollte man auch pünktlich ankommen. Welche angenehmen Überraschungen die Radfahrer in der alten Handelsstadt erlebten, wird Ralph Steinmeyer in unserer morgigen Ausgabe berichten.

Zeitreise 8 Zeitreise 8
 
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Naumburger Tageblatt
TOPTHEMEN

  Musik, Straßentheater und Synagogenbesuch
    Dritter Tag der Tageblatt/MZ-Zeitreise: Genuss und bestes Wetter
Zeitreise mit dem Fahrrad

Die jüngste vom Naumburger Tageblatt/MZ sowie Ralph Steinmeyer und Matthias Keilholz organisierte Zeitreise führte die Teilnehmer nach Bautzen und Görlitz (wir berichteten). Auch der dritte Tag hielt ein vielfältiges Programm bereit.

Naumburg/Görlitz/RS. Ein Allroundtalent ist unser Gastgeber in Görlitz, der Ex-Naumburger Andreas Neuman-Nochten: als Maler, Karikaturist, Chefredakteur und Theologe. "Der kann sogar Fahrrad fahren", bemerkt einer der Teilnehmer, als Andreas vor der Gruppe her zu einer Führung in die Villenviertel der Stadt losradelt.
Zuvor hatte er zum Auftakt der Altstadtführung und nachdem er schon die Predigt im 9 Uhr begonnenen Gottesdienst gehalten hatte, ein kleines Konzert auf der Kirchenorgel der Dreifaltigkeitskirche gegeben - sehr zur Überraschung der Naumburger Reisegruppe. Aber seine Talente hatten die Radler schon in der Unterkunft Kreuzbergbaude, einem evangelischen Tagungszentrum, an den Wänden gesehen. Wunderbare Holzschnitte von Görlitz und Grafiken der Stadt in 360-Grad-Perspektive sowie das Naumburger Plakat, das er vor 16 Jahren für unsere Stadt gezeichnet hat und von dem kleine Postkarten immer noch in Naumburger Geschäften zu finden sind. Vorn weg war er auch schon am Vortag, als er den Bus mit den 28 Naumburgern von der Kulturinsel Einsiedel zu der Unterkunft leitete. In der Kulturinsel Einsiedel, einem Abenteuerpark mit Baumhäusern, Irrgärten und Höhlensystemen hatte der zweite Teil der Reise, eine 50 Kilometer lange Fahrradtour durch die Oberlausitz ihren Höhepunkt gefunden. Nicht nur für Kinder eine Attraktion, so fanden die Besucher, die eher der Generation 50plus angehören. Zwei Stunden war die Gruppe durch den fantasievollen Park gelaufen und auch auf die Spuren eines untergegangenen Volkes gestoßen, der Hochkultur der Turi Sede, die auf rätselhafte Weise vor fast 1.000 Jahren verschwunden ist.
Am Sonnabendabend ging es dann in die Altstadt, wo - wie schon zuvor in Bautzen - das Leben pulsierte. In Bautzen, wo man den Abend zum Großteil in der Ortenburg und dem dortigen Theater verbrachte, hatten 1.200 Besucher das Freilufttheater "Der Kapitän vom Tenkesberg  besucht. Und während unsere Naumburger Radlergruppe an einer langen gedeckten Tafel Sauerbraten, Knödel und andere Gerichte erwarteten, begann in unmittelbarer Nähe mit Böllerschüssen das Theatervergnügen. Und auch in Görlitz war die Altstadt voller Menschen, da gerade ein internationales Straßentheaterfestival namens Via Thea stattfand. So wurde der Abend gekrönt durch die australische Theatergruppe "Strange Fruit", deren Schauspieler in fünf Meter Höhe auf biegsamen Fiberglasstäben spielten.
Aber auch an der Grenze auf der erst vor drei Jahren wieder erbauten Altstadtbrücke, die den deutschen und polnischen teil der Doppelstadt verbindet, waren Salksaklänge zu hören. In unmittelbarer Nähe tanzten hundert Menschen zu lateinamerikanischer Musik. Ein angenehmes und quirliges Ambiente, das die Naumburger Kulturfreunde begeisterte. Es war Leben zwischen den alten Steinen - das wünschte man sich auch öfters für die eigene Stadt über das Kirschfest hinaus. Die kleine Fahrradtour am Sonntag hatte neben hunderten von größten Teils restaurierten Jugendstil- und Gründerzeitvillen auch noch weitere kleine Höhepunkte.
So erwartete uns an der Görlitzer Synagoge der Vorsitzende Dr. Peter Wallauer nebst stellvertretender Vorsitzender Ursula Granget des gleichnamigen Vereins "Förderkreis Görlitzer Synagoge" mit der Frage, ob sie uns durch die Räumlichkeiten führen dürften. So erfuhr man viele über den kurzen Zeitabschnitt jüdischen Lebens und Kultur in Görlitz und konnte sich über den Stand der Restaurierung des zwischen 1909 und 1911 entstandenen jüdischen Gotteshauses informieren. Es ist das Einzige in Sachsen, das die NS-Zeit unbeschadet überstanden hat, und der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem Gebäude einen angemessenen Platz im kulturellen Leben der Stadt zurückzugeben.
Weiter ging es vorbei an der Landeskron-Kulturbrauerei, die - noch komplett mit ursprünglichen Jugendstilfassaden versehen - heute auch als Veranstaltungsort genutzt wird. An einem Ausflugslokal in der Nähe in mitten einer Strandidylle endete der kleine Ausflug. Der Künstler Neumann-Nochten verteilte Postkarten mit seinen Karikaturen und war sogleich umringt und musste Autogramme geben. Ab da übernahm wieder Roberto Seidel das Regiment, unser Busfahrer der PVG, der bei allen Ausflügen dabei war und selbst während der Radtour immer wieder deren Verlauf absicherte.
Einen besseren Man hätte uns der Mitsponsor der Zeitreisen, die PVG im Burgenlandkreis, nicht mitgeben können. Sympathisch, erfrischend und vom Zeitgefühl perfekt, gilt ihm nochmals unser Dank.

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Zeitreise 8
 
 
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